Behandlungsmethoden - Schulter

Abrasionsarthroplastik

Bei der Abrasionsarthroplastik wird im Rahmen einer Arthroskopie mit einem Shaver das degenerative verschlissene Knorpelmaterial von der Gelenkoberfläche abgetragen. Dieser Vorgang führt zu einer kontrollierten Blutung des nun freiliegenden Knochens. Durch die Blutung wird eine Regeneration des Gelenkknorpels anregt. Der so nachwachsende Faserknorpel füllt den Defekt aus, und es entsteht innerhalb von ca. 4 Wochen eine neue, jedoch minderwertige Gelenkoberfläche, da der Faserknorpel nicht so belastbar ist wie der hyaline Knorpel.

Die Methode der Abrasionsarthroplastik kann Patienten eine Schmerzlinderung von etwa 1 – 3 Jahren verschaffen. Häufig erlangen sie aber nicht mehr das bisher gewohnte Aktivitätslevel.

Mikrofrakturierung

Bei der Mikrofrakturierung wird während einer Arthroskopie die Knochenfläche unterhalb des Knorpels angeritzt, ein Teil des geschädigten Knorpels wird abgetragen und anschließend mit ca. 3 mm tiefen Löchern perforiert. Hierdurch wird die Bildung von Faserknorpel angeregt, der sich in etwa vier Wochen über die behandelte Gelenkfläche hinweg entwickeln soll. Diese Behandlungsmethode wird jedoch vorrangig bei Kniegelenkdefekten eingesetzt.

HemiCAP Schulter Resurfacing

Die Hemiarthroplastik rekonstruiert passgenau die Oberfläche des Schultergelenkes. Der Defekt wird somit ausgefüllt, und es entsteht eine glatte, ebenmäßige Oberfläche. Bei dieser Therapie wird nur eine Seite des Gelenks versorgt – meist die konvexe Gelenkfläche. Der Vorteil dieser Methode gegenüber einer Totalendoprothese ist, dass nur ein minimaler Anteil des beschädigten Gelenkknorpels entfernt wird, gesunde Knorpelanteile und der Knochen bleiben erhalten.

Das runde, kappenförmige HemiCAP Implantat besteht aus einer Kobalt-Chrom-Legierung. Diese Materialzusammensetzung hat sich bereits seit Jahrzehnten in der Totalendoprothetik bewährt. Es hat sich insbesondere in stark belasteten Gelenken als ein sicheres und sehr belastbares Material erwiesen.

War die gegenüberliegende Seite (Gelenkpfanne - oder auch Glenoid genannt) beschädigt, kam als Behandlungsmethode bisher nur die Totalendoprothetik in Betracht. Seit Kurzem können mit HemiCAP auch beide Seiten des Schultergelenks minimal-invasiv behandelt werden. 2med / Arthrosurface bietet hier ein Glenoid Inlay an, das einzigartig ist, da es in den Knochen integriert wird und entsprechend der Anatomie des Patienten ausgewählt und eingesetzt werden kann.

Totaler Gelenkersatz

Die Schulter war das erste Gelenk des menschlichen Körpers, das mit der Endoprothese versorgt wurde. Dementsprechend existieren die unterschiedlichsten Versorgungsmöglichkeiten im Bereich des Schultergelenks, z.B. bipolare Prothesen, Oberflächenkappen, Komponenten aus biologischem Material sowie modulare Komponenten. Alle genannten Behandlungsformen streben die Rekonstruktion des Schultergelenks an – die Anatomie des Humeruskopfes ist jedoch sehr komplex.

Eine Alternative, die sich der Anatomie des Patienten anpasst, bietet das das neue Konzept von Arthrosurface, das HemiCAP OVO Schulter Resurfacing.