Behandlungsmethoden - Fuß

Konservative Methoden

Schuhversorgung

Im Frühstadium einer Arthrose kann die vorübergehende Ruhigstellung des betroffenen Gelenks helfen, Schmerzen zu reduzieren. Aber auch die Behandlung mit Schmerzmitteln oder individuell angepasstes Schuhwerk werden häufig in der Anfangsphase einer Arthrose eingesetzt. Weiterhin kann Schuhwerk mit einer speziellen, steifen Sohle zur Reduzierung der Dorsiflexion (Biegung nach hinten) oder ein orthopädischer MTB-Schuh verschrieben werden.

Physiotherapie

Eine physiotherapeutische Behandlung und ggf. der zusätzliche Einsatz von Orthesen kann sich als nützlich erweisen, um Schmerzen zu reduzieren und die Funktionstüchtigkeit der Zehen zu verbessern.

Steroid-Injektionen

Auch Steroid-Injektionen können im Frühstadium einer Arthrose zu Schmerzlinderungen führen. Sie sollten jedoch sparsam eingesetzt werden, da sie möglicherweise das noch verbliebene, gesunde Knorpelgewebe schädigen können.

Operative Methoden

Cheilektomie

Die Cheilektomie kommt bei geringen bis mittleren Schädigungen zum Tragen. Hierbei werden die Osteophyten (Knochenvorsprünge am Rand einer Gelenkfläche) und Teile des Knochens entfernt, so dass der Fuß mehr Raum zum Anwinkeln bzw. Biegen hat. Der Einschnitt wird am oberen Ende des Fußes vorgenommen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Stelle, an der der Eingriff vorgenommen wurde, für mehrere Monate nach der Operation angeschwollen ist. Patienten müssen zudem eine spezielle Sandale mit einer weichen Sohle tragen. Eine Vielzahl von Patienten erfährt durch diese Maßnahme eine langfristige Schmerzreduzierung.

Arthrodese

Die Fusion zweier Knochen (Arthrodese) wird empfohlen, wenn der Gelenkschaden erheblich ist. Bei dieser Therapieform wird der Gelenkknorpel entfernt, und Pins, Schrauben oder eine Platte dienen zur Fixierung des Gelenks. Das Gelenk wird so in einer permanenten Position gehalten, nach einiger Zeit wachsen die Knochen zusammen. Der Patient wird nach dieser Maßnahme den Zeh jedoch nicht mehr anwinkeln können.
Nach den ersten sechs Wochen muss der Patient einen Gipsverband tragen, danach wird das behandelte Gelenk noch einmal für weitere sechs Wochen durch das Verwenden von Krücken entlastet. Patientinnen werden danach keine hochhackigen Schuhe mehr tragen können, möglicherweise muss ein orthopädischer MTB-Schuh getragen werden.

Hemi-Arthroplastik

Ältere Patienten, die weniger funktionelle Ansprüche an die Fußgelenke haben, können sich einer Hemi-Arthroplastik unterziehen. Die Oberfläche des phalangealen Gelenks wird entfernt und ein Implantat, das die Gelenkoberfläche rekonstruiert, wird stattdessen eingesetzt. Diese Form der Therapie wird seit ca. zehn Jahren angewendet und ist weit verbreitet. Bedenken gibt es jedoch hinsichtlich der Arthrose, die auf der gegenüber liegenden Seite des Gelenks (metatarsal) lokalisiert ist, in das das Implantat eingebracht wurde. Weiterhin kann es zu Problemen hinsichtlich der Kongruenz des Implantats und zu Verkürzungen des Gelenks kommen.

HemiCAP Fuß Resurfacing

Neuere Implantat-Designs, die die metatarsale Seite des Gelenks versorgen, gelten als die „nächste Generation“ in der Hemi-Arthroplastik des Großzehengrundgelenks.

Das HemiCAP Resurfacing für den Fuß rekonstruiert passgenau die Oberfläche des (Groß-)Zehengrundgelenks sowie des Sprunggelenks. Der Defekt wird ausgefüllt und es entsteht eine glatte, ebenmäßige Oberfläche. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass nur ein minimaler Anteil des beschädigten Gelenkknorpels entfernt wird, gesunde Knorpelanteile und der Knochen bleiben erhalten. Ein weiterer Aspekt gegenüber der herkömmlichen Hemi-Arthroplastik ist, dass das Implantat mit einer Fixationsschraube eingebracht wird und eine hohe Stabilität entsteht.

Arthroplastik

Für ältere Patienten könnte auch der Gelenkersatz in Frage kommen. Bei dieser Methode werden die jeweiligen Gelenkoberflächen entfernt, und es wird ein künstliches Gelenk implantiert. Diese Therapieform kann zu einer Schmerzreduzierung führen und die Beweglichkeit des Gelenkes erhalten. Es ist jedoch zu beachten, dass die Methode mit dem Entfernen von Knochensubstanz verbunden ist, was dazu führen kann, dass künftige Operationen schwieriger durchzuführen sind.
Arthroplastik