Details - Schulterkopfversorgung total mit HemiCAP®

Humeruskopf - HemiCAP Ovo

Zur Versorgung großer Defekte (totale Rekonstruktion) des Schulterkopfes

  • in einer gängigen Größe (40 mm ø) erhältlich
  • in verschiedenen Krümmungsradien verfügbar

Implantat HemiCAP Ovo Schulter und Röntgenbild

Implantatbeschreibung

Das HemiCAP Implantat (CAP = Contured Articular Prosthetic) zur Versorgung osteochondraler Knorpeldefekte besteht aus zwei Komponenten:

  1. einer konischen Fixationsschraube, die mit einem Innenkonus versehen ist
  2. einem Implantat, an dem sich ein Außenkonus befindet

Beide Komponenten werden im Sinne einer Kaltverschweißung so miteinander verbunden, dass eine sichere Primärstabilität (Klemmwirkung des Implantats im Knochen) erreicht wird.

Die Titan-Plasma-Beschichtung auf der Rückseite des Implantats sorgt für eine dauerhafte Integration im Knochen (Osteointegration).

Materialzusammensetzung

HemiCAP Implantat (Lauffläche): Kobalt-Chrom-Legierung (Co-Cr-Mo)

Die Oberfläche des HemiCAP Implantats, die der Reibung der artikulierenden Gelenke ausgesetzt ist, besteht aus einer Kobalt-Chrom-Legierung, einem sehr haltbaren und stabilen Material, dass sich bereits seit Jahrzehnten in der Endoprothetik bewährt hat.

Oberflächenbeschichtung (Implantatrückfläche): Titanium (CP Ti)

Die Oberfläche der Implantatunterseite ist mit dem besonders körperverträglichen Titanium-Plasma-Spray beschichtet.

Fixationsschraube: Titanium-Legierung (Ti-6Al-4V)

Die Schraube zur Fixierung des Implantats im Knochen besteht aus einer ebenfalls sehr verträglichen Titanium-Legierung.

Indikationen

Das HemiCAP Ovo Schulter Implantat kann bei folgendenden Indikationen eingesetzt werden:

  • Degenerative oder posttraumatische Knorpelläsionen
  • Hill Sachs
  • Osteonekrose

Bei der Patientenauswahl sind u. a. folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Schmerzreduktion, verbesserte Funktion
  • Alter des Patienten als Potential für eine Revision einer Totalendoprothese in jungen Jahren

Kontraindikationen

  • Rheumatoide Arthritis
  • Stoffwechselstörungen, die die Knochenbildung oder –heilung beeinträchtigen könnten
  • Bestehende Infektionen, die auf den Implantationsbereich übergreifen könnten
  • Chronische Instabilität oder unzulängliche Weichteile/Stützstrukturen
  • Gefäß- oder Muskelinsuffizienz
  • Patienten, die nicht bereit sind, prä- und postoperative Instruktionen zu befolgen

Nachbehandlung

Verhalten nach einer Operation mit dem HemiCAP Inlay Implantat

Die Rehabilitation nach einer  Gelenkversorgung (z.B. Schulter, Hüfte, Knie, MTP-Gelenk, Talus) mit dem HemiCAP Implantat System ist grundsätzlich immer individuell auf den Patienten ausgelegt und wird vom behandelnden Arzt vorgegeben. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass Patienten aufgrund des HemiCAP Implantat Designs bereits am Tag der OP das entsprechende Gelenk mobilisieren und bereits wieder laufen können.

Der Arzt bzw. Physiotherapeut wird für jeden Patienten ein individuelles Rehabilitations-programm erstellen. Die Rehabilitation hat das Ziel, Patienten so schnell wie möglich zu ihrem ursprünglichen Aktivitätslevel zurückzuführen. Zudem sollen Patienten auch wieder die gewohnten Sportarten aufnehmen können. In der ersten Zeit müssen jedoch ggf. noch Unterarmstützen verwendet werden.

Die Anweisungen des Physiotherapeuten sind hierzu genau zu beachten. Falls es Unsicherheiten hinsichtlich der möglichen Belastungen und Bewegungsabläufe gibt, sollte der Patient auf jeden Fall den zuständigen Arzt kontaktieren und um Rat bitten, damit Fehl- und Überlastungen vermieden werden.

Darüber hinaus sollten Patienten regelmäßig Nachuntersuchungen wahrnehmen und diese in den dafür vorgesehen Patientenpass eintragen lassen.

Vorteile für den Patienten

  1. Minimal-invasives Verfahren durch kleine Gelenkeröffnung
  2. Nur kurze OP-Zeit
  3. Gelenk rekonstruierende und Knochen erhaltende Therapie
  4. Inlay-Verfahren ermöglicht sehr gute Anpassung an die Anatomie
  5. Gefühl des körpereigenen Gelenks
  6. Ein für den Patienten schonendes Verfahren, da nach der OP nur geringe Schmerzen und Schwellungen auftreten
  7. Kurze Rehabilitationsphase
  8. Das versorgte Gelenk kann schon nach kurzer Zeit wieder belastet werden und ist im vollen Umfang beweglich
  9. Schnelle Rückkehr zu gewohnten Aktivitäten in Beruf und Freizeit
  10. Keine sportlichen Einschränkungen
  11. Optionen für intensivere Versorgungen bleiben erhalten