Krankheitsverlauf

Verlauf einer Arthrose unter HemiCAP®

Klinische Beobachtungen haben gezeigt, dass Knorpelläsionen regelmäßig zu einem andauernden Schmerzempfinden und zu einem funktionellen Ungleichgewicht des Gelenkes führen. Bei zunehmender Größe der Läsion besteht eine hohe Tendenz zu einer Osteoarthritis in einer relativ kurzen Zeit.

Eine veröffentliche Studie am Ziegenmodell bei einer Knorpelläsion (Grad IV) veranschaulicht den Entwicklungsverlauf vom Rande des Defektes bis hin zur Degeneration des gesamten Gelenkkompartementes in etwas weniger als einem Jahr. Ferner dokumentiert die Studie deutlich die Veränderungen des Gelenkes innerhalb dieses Zeitraumes, inklusive der Abnahmen der Stärke des Knorpels und deren Abrieb, bis hin zur Zerstörung des Gelenkes. Nach Ende der einjährigen Beobachtungszeit zeigte die betroffene Kondyle einen Verlust ihrer Form, bei der sogar ein Einbruch des subchondralen Knochens festzustellen war.

Diese Entwicklung eines osteochondralen Defektes reproduzierte sich auch in einem Finiten-Elemente Modell. Es veranschaulicht, dass bei eingeleiteter Druckspannung der Randbereich der Läsion die höchsten Werte erzielte und konsequenterweise der Defekt an Größe zunahm, sobald der Duck sich erhöhte.

Unter Zugrundelegung der oben erwähnten Studie als ein Kontrollinstrument evaluierte Arthrosurface das Implantatdesign in einer vergleichbaren Ziegenstudie, um einzuschätzen, wie sicher und effizient sich das HemiCAP Implantat im menschlichen Körper verhält.

Die Schlussfolgerung auf Grund der vorliegenden Daten erlaubt, dass die Biokompatibilität und Funktionalität des Implantates gewährleistet ist. Ferner belegen die Daten, dass diese minimalinvasive Resurfacing-Technik eine geeignete Behandlungsmethode zur Schmerzreduktion und zur Verzögerung eines totalen Gelenkersatzes ist.

Vielleicht einer der besten Indikatoren in Bezug einer natürlich verlaufenden Knorpelläsion ist die "Linden at al"-Serie, in der Patienten mit dem radiologischen Befund einer Osteochondrosis Dissicans (OCD) die über 30 Jahre nachuntersucht wurden. Die "Linden"-Studie zeigte, dass Patienten jüngeren Alters mit einer derartigen Läsion (23/67) vor dem Schließen der Epiphysenfugen eine signifikant bessere Heilungsprognose als Erwachsene (44/67) zu erwarten haben. Innerhalb der Nachuntersuchungsgruppe bei Kindern mit OCD hatten nur 2 Kniee eine leichte Gonarthrose nach 30 Jahren entwickelt.

Im Gegensatz dazu zeigte die Gruppe der Erwachsenen mit OCD, bei 14 Knien eine leichte und bei 29 Knien, dass sie eine ernsthafte Gonarthrose nach 30 Jahren entwickelt hatten. Linden schlussfolgerte, dass ein einfaches Trauma innerhalb der Erwachsenengruppe im Grenzbereich einer OCD und einer osteochondralen Fraktur in dieser Gruppe zunächst einmal nicht genau definiert ist. Interessanterweise fand Linden ebenfalls heraus, dass eine entsprechende Schmerzsymptomatik gepaart mit radiologischem Befund einer Gonarthrose erst nach 20 Jahren auftrat.

Patienten mit dem radiologischen Befund einer Knorpelläsion werden zunächst einmal konservativ d.h. durch Physiotherapie, Gewichtsreduktion, Muskelaufbau, Orthesen und durch die Gabe von schmerzlindender Medikamenten behandelt.

Weiteres Studienmaterial finden Sie unter dem jeweiligen Gelenk (OP-Technik und Studien):

Schulter - OP-Technik und Studien

Hüfte - OP-Technik und Studien

Knie - OP-Technik und Studien

Fuss - OP-Technik und Studien