Hüftkopf - HemiCAP® Produktvarianten

Das HemiCAP Hüftsystem rekonstruiert die Gelenkoberfläche des Hüftkopfes und erhält das intakte Gewebe und die Knochenstruktur.

Durch eine Vielzahl an Größen und Krümmungsradien können wir zur passgenauen und individuellen Versorgung von Defekten beitragen.

Ein speziell für das Hüftsystem entwickeltes Instrumentarium ermöglicht es dem Operateur, mit hoher Präzision ein entsprechendes Implantat zu setzen, indem er intraoperativ eine medial/lateral Messung im 3D-Mapping Verfahren vornehmen kann. Dabei sind Fehlinterpretationen in Bezug auf die Größenverhältnisse, wie sie bei Röntgenbildern oder CT Aufnahmen entstehen können, ausgeschlossen.

Zur Rekonstruktion fokaler Defekte des Hüftkopfes bieten wir das folgende Behandlungssystem an:

HemiCAP Hüfte klassisch

  • in einer gängigen Größe ( 35 mm ø) verfügbar
  • in verschiedenen Krümmungen erhältlich

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Hüfte HemiCAP klassisch Übersicht Implantatgroessen (PDF, 114 KB)

HemiCAP Hüfte OP-Technik und OP-Video

Produktbeschreibung

Das HemiCAP Implantat (CAP = Contured Articular Prosthetic) zur Versorgung osteochondraler Knorpeldefekte besteht aus zwei Komponenten:

  1. einer konischen Fixationsschraube, die mit einem Innenkonus versehen ist
  2. einem Implantat, an dem sich ein Außenkonus befindet

Beide Komponenten werden im Sinne einer Kaltverschweißung so miteinander verbunden, dass eine sichere Primärstabilität erreicht wird.

Materialien

HemiCAP Implantat (Lauffläche): Kobalt-Chrom-Legierung (Co-Cr-Mo)
Implantatrückfläche: beschichtet mit einem Titan-Plasma-Spray (CP Ti)
Fixationsschraube: Titanium-Legierung (Ti-6Al-4V)

Indikationen

Das HemiCAP Hüft-Implantat kann bei folgendenden Indikationen eingesetzt werden:

  • Degenerative oder posttraumatische Knorpelläsionen
  • Osteonekrose
  • Guter Knochenbestand im Femurkopf und Azetabulum
  • Normale Auflagefläche und stützende Knochenstruktur des Azetabulum

Bei der Patientenauswahl sind u. a. folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Schmerzreduktion, verbesserte Funktion
  • Alter des Patienten als Potential für eine Revision einer Totalendoprothese in jungen Jahren

Kontraindikationen

  • Rheumatoide Arthritis
  • Stoffwechselstörungen, die die Knochenbildung oder –heilung beeinträchtigen könnten
  • Bestehende Infektionen, die auf den Implantationsbereich übergreifen könnten
  • Eine auf dem Röntgenbild sichtbare schnelle Gelenkzerstörung oder Knochenresorption
  • Chronische Instabilität oder unzulängliche Weichteile/Stützstrukturen
    Gefäß- oder Muskelinsuffizienz
  • Patienten, die nicht bereit sind, prä- und postoperative Instruktionen zu befolgen

Besondere Hinweise

Bitte beachten Sie auch die allen Implantaten beiliegenden Hinweise sowie die Gebrauchsanleitungen.

Produktvorteile für den Operateur

  1. Intuitiver, universaler und validierter OP-Ablauf über alle Gelenke hinweg
  2. Minimal-invasive und je nach Gelenk ambulant durchführbare OP
  3. Eine Behandlungsoption, die die bisherige Lücke zwischen biologischen Verfahren und der großen Totalendoprothetik schließt
  4. Ein intraoperatives 3D-Mapping Verfahren und Probeimplantate ermöglichen einen präzisen Sitz des Implantats und eine Rekonstruktion des Gelenkes
  5. Das Instrumentarium ermöglicht eine geringe Knochenresektion und bewahrt gleichzeitig die umliegenden Strukturen, ohne die ursprüngliche Biomechanik zu verändern
  6. Optimale Rückzugsmöglichkeit bleibt erhalten

Produktvorteile für den Patienten

  1. Minimal-invasives Verfahren mit nur kurzer OP-Zeit
  2. Gelenk rekonstruierende, Knochen erhaltende Therapie
  3. Ein für den Patienten schonendes Verfahren, da nach der OP nur geringe Schmerzen und Schwellungen auftreten
  4. Kurze Rehabilitationsphase
  5. Das versorgte Gelenk kann schon nach kurzer Zeit wieder belastet werden und ist wieder im vollen Umfang beweglich
  6. Schnelle Rückkehr zu gewohnten Aktivitäten in Beruf und Freizeit
  7. Optionen für intensivere Versorgungen bleiben erhalten