Cartimaix

Cartimaix zur Abdeckung von Gelenkknorpeldefekten

Cartimaix ist eine bioresorbierbare Kollagenmembran zur Abdeckung von Gelenk-knorpeldefekten nach knochenmarkstimulierenden Verfahren wie der Nanofrakturierung und findet Verwendung in Zusammenhang mit autologen Chondrozytenimplantationsverfahren.

Cartimaix wird bei traumatischen und degenerativen Läsionen an den Oberflächen großer Gelenke eingesetzt. Die exzellente Biokompatibilität von Cartimaix wird durch die Verwendung effektiver und schonender Reinigungs- und Verarbeitungsprozesse bei der Herstellung erzielt.

Einfach in der Handhabung - groß in der Wirkung

Die Membran sorgt durch einfaches Auflegen und Fixieren dafür, dass die durch die Nanofrakturierung freigesetzten mesenchymalen Stammzellen genau dort verbleiben und aktiv werden, wo das Einwachsen dieser Zellen für einen optimalen Ausbesserungs- und Regenerationsprozess des Knorpeldefektes benötigt wird.

Nach der Implantation wird Cartimaix resorbiert, während sich parallel, initiiert durch die Knochenmarkstimulation oder autologe Chondrozytenimplantation, neues Knorpelregenerationsgewebe bildet.

Die Cartimaix Produktbroschüre können Sie unter diesem Link abrufen:

Produktinformation Cartimaix

Eine Übersicht zur Literatur finden Sie unter diesem Link:

Cartimaix Literatur

Cartimaix – Eine Membran mit zwei Seiten

Cartimaix verfügt über eine dichte, glatte Seite und eine offenfaserige Seite.

Durch diese Struktur vereint die Membran eine Barrierefunktion zum Schutz des Regenerationsareals mit einer Adhäsionsbasis für Chondrozyten be-ziehungsweise für die aus dem Knochenmark austretenden Stammzellen.

Die Membran wird so implantiert, dass die dichte, glattere Seite in Richtung des Gelenkspalts weist. Sie legt sich wie ein schützender Schild über den Therapiebereich. Die Zellen und wachstumsfördernden Substanzen werden dort gehalten, wo sie für eine optimale Regeneration des Knorpelgewebes gebraucht werden.

Die offenfaserige, raue Seite weist nach der Implantation zum Knorpeldefekt und dient als Matrix zur Aufnahme und Anlagerung der knorpelregenerierenden Zellen. Die offene Faserstruktur der Kollagenmembran bietet eine ideale Basis zur Zelladhäsion.

Bild 2 Seiten der Kollagenmembran Cartimaix

Herausragende Cartimaix-Eigenschaften

  • Hochreines und sicheres Ausgangsmaterial auf Basis von porcinem Kollagen und Elastin.
  • Exzellentes Handling und mechanische Stabilität sowohl der trockenen als auch der rehydrierten Membran.
  • Schaffung eines geschützten Raums für die Geweberegeneration, in dem neben den knorpelregenerierenden Zellen auch Substanzen zur Förderung der Knorpelneubildung gehalten werden - dadurch kein Verlust wertvoller Zellen und Substanzen in den Gelenkspalt.
  • Nachgewiesene Zellverträglichkeit mit knorpelregenerierenden ZellenIm Vergleich zu Gelen langsamere Resorption und höhere Abriebfestigkeit gegenüber tangentialen Kräften.
  • Vollständiges Remodelling des natürlichen, unvernetzten Kollagens im Rahmen der Knorpelregeneration ohne Freisetzung toxischer oder pH-Wert modifizierender Substanzen.

Behandlungsverfahren zur Knorpelregeneration

Die Wahl heutiger Behandlungsverfahren zur Therapie von traumatischen und degenerativen Knorpeldefekten basiert auf einem von der Defektgröße und der ICRS-Klassifikation (Grad 1 – 4) abhängigen Schema.

ICRS Übersicht

Behandlungsschema

Bei Grad 3-4-Defekten kommen mit zunehmender Defektgröße immer komplexere Regenerationsverfahren zum Einsatz:

  • Bei Defektgrößen bis zu 2 cm² wird in der Regel keine Matrix verwendet und lediglich eine subchondrale Knochenmark- stimulation (MFX) - z.B. durch Nanofrakturierung - durchgeführt.
  • Bei Defektgrößen zwischen 2 und 12 cm² kommt Cartimaix im Rahmen der Matrixassistierten Knochenmarkstimulation (MA-MFX) und Weiterentwicklungen davon wie beispielsweise NAMIC ® zum Einsatz.
  • Bei sehr großen Defekten empfiehlt sich die Verwendung von Cartimaix im Rahmen der Kollagengedeckten Autologen Chondrozytenimplantation (CACI).

Produktsicherheit und -haltbarkeit

Produktsicherheit
Die Sicherheit von Cartimaix ist durch umfassende Risikobewertungsstudien bestätigt. Die Ausgangsmaterialien für die Cartimaix-Herstellung sind porcinen Ursprungs und werden in EU-zertifizierten Einrichtungen gewonnen. Validierte Prozessschritte wurden implementiert, um die Virussicherheit von Cartimaix zu garantieren. Es besteht kein TSE- oder BSE-Risiko.

Produkthaltbarkeit
Cartimaix besitzt eine Haltbarkeit von drei Jahren.

Verfügbare Cartimaix-Größen

Cartimaix ist in folgenden Produktgrößen erhältlich und wird doppelsteril verpackt geliefert.

Bestell-Nr. CAR2530
Produktgröße 25 mm * 30 mm

Bestell-Nr. CAR3040
Produktgröße 30 mm * 40 mm

Bestell-Nr. CAR 4050
Produktgröße 40 mm * 50 mm

Jede Cartimaix-Packung enthält zudem eine sterile Aluminium-Schablone (Template), die zum Abdruck des Defektareals dient und  so den passgenauen Zuschnitt der Membran ermöglicht.

 

Cartimaix Box